Die Ergebnisse des GWPR Annual Index sind da!

Global Women in PR veröffentlicht die Ergebnisse des Jahresindex 2025

  • Das größte Hindernis für die Karriere von Frauen in der Kommunikation sind die Kinderbetreuung und Pflegeaufgaben
  • Es fehlen flexible oder familienfreundliche Arbeitszeitmodelle
  • Mobbing und Belästigung in Deutschland ein großes Problem
  • In jedem dritten Unternehmen wurde das Thema Diversität und Inklusion in der Kommunikation reduziert

Die Zahlen des achten Global Women in PR Annual Index liegen jetzt vor. In Zusammenarbeit mit der Strategieagentur Opinium wurden bei der Studie im Zeitraum von Juli bis September 2025 fast 550 PR-Fachfrauen auf der ganzen Welt zu vielen Aspekten befragt – vom Arbeitsumfeld bis hin zu den Hindernissen, die Frauen davon abhalten, Führungsrollen zu übernehmen. Die Ergebnisse der globalen Befragung unter Kommunikatorinnen zeigen, dass die bekannten Faktoren wie Kinderbetreuung und Pflegeaufgaben sowie fehlende flexible Arbeitszeitmodelle immer noch die größten Karrierehemmnisse für Frauen in der Kommunikation darstellen.

Die in Deutschland befragten Kommunikatorinnen gaben an, dass 67 Prozent ihrer Führungsriege hauptsächlich mit Männern besetzt sind. Auf die Frage, welche Faktoren Frauen daran hindern, Karriere zu machen, gaben auch hier 94 Prozent der Befragten an, dass hauptsächlich die Kinderbetreuung und Pflegeaufgaben Frauen daran hindern, Führungspositionen in der Kommunikation zu übernehmen. 74 Prozent sehen das Fehlen flexibler Arbeitsmodelle oder familienfreundlicher Arbeitsbedingungen als Hindernisse für den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen.

Karrierepausen benachteiligen Frauen weiterhin: 41 Prozent der international befragten Frauen haben eine Karrierepause eingelegt (in Deutschland 35 Prozent), doch mehr als die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) bietet nach Angaben der Befragten keine Programme zur Rückkehr ins Berufsleben an. In Deutschland halten sogar nur 34 Prozent der Firmen Rückkehrer-Programme vor. Die Folge ist, dass Frauen nach einer Pause die Karriereleiter häufig eher hinabsteigen als hinauf.

Belästigung oder Mobbing ist in der Kommunikationsbranche nach wie vor weit verbreitet: Die Hälfte der Befragten gibt an, bereits Belästigungen oder unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz erlebt zu haben. In Deutschland liegt diese Zahl mit 67 Prozent sogar deutlich höher. Und obwohl Meldungen der Vorfälle international auf 47 Prozent gestiegen sind (Deutschland: 36 Prozent), werden in 38 Prozent der Fälle keine Maßnahmen ergriffen (Deutschland: 58 Prozent). Im Vergleich ist also die Belästigung am Arbeitsplatz in Deutschland größer als international, es wird aber weniger angezeigt und es werden noch weniger Maßnahmen ergriffen.

DE&I-Müdigkeit macht sich bemerkbar: 20 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass ihr Unternehmen Diversity und Inklusion aus seiner Kommunikation gestrichen hat, die deutschen Zahlen liegen mit 34 Prozent sogar noch höher. „Dieser Rückgang von DEI-Themen zeichnete sich ab“, kommentiert Cornelia Kunze, Vorsitzende von GWPR Deutschland e.V. die Ergebnisse. „Wir hoffen, dass die Unternehmen, die weiterhin einen Fokus auf DEI legen, für ihr Engagement am Markt belohnt werden. Auch unsere Studie zeigt, wie groß der Bedarf ist.“

Über den Global Women in PR Annual Index

Der Annual Index 2025 wurde von Opinium Research zwischen Juli und September 2025 durchgeführt und erfasst die Meinungen von Frauen in Agenturen, Unternehmen, als Freiberuflerinnen und Selbstständige in mehr als 20 Ländern. Der Index misst Trends in den Bereichen flexible Arbeitsmodelle, Führungspositionen, Belästigung und DE&I-Prioritäten in der gesamten PR-Branche.

Den vollständigen Bericht findet Ihr unter www.globalwpr.com/annual-index/

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